Fähigkeitsgradbewertung agiler Arbeitsweisen und agiler Führung

Sie haben bereits agile Arbeitsweisen in Ihrem Unternehmen etabliert. Sie wissen, dass agile Führung und eine agile Unternehmenskultur wesentliche Erfolgsbausteine sind. Jetzt benötigen Sie eine Standortbestimmung, um die nächsten Schritte zur Verbesserung, Ausweitung oder organisatorischen Verankerung ihrer agilen Arbeitsweisen einzuleiten. Dann führen Sie doch eine Bewertung des agilen Mindset, agiler Praktiken und agiler Führung auf Unternehmensebene, Teamebene und individueller Ebene durch. Finden Sie heraus, wo Sie stehen und welche nächsten Schritte Sie einleiten sollten. Wir helfen Ihnen dabei mit unserer langjährigen Praxiserfahrung aus der agilen Transformation von Industrieunternehmen und dem daraus entwickelten Fähigkeitsgradmodell.

Das Fähigkeitsgradmodell

Seit neun Jahren setzen wir in unseren Beratungsprojekten ein eigenentwickeltes Reife- und Fähigkeitsgradmodell ein, um die gesamte interdisziplinäre Produktentstehung eines Industrieunternehmens von der Strategie, über die verschiedenen Prozesse bis hin zur Aufbauorganisation systematisch bewerten zu können. Damit haben wir bei vielen Industrieunternehmen eine Standortbestimmung vorgenommen, von der aus wir ganzheitliche Verbesserungsprogramme definiert und umgesetzt haben.

Diese Erfahrungen sind nun in ein Fähigkeitsgradmodell für agile Arbeitsweisen und agile Führung eingeflossen, mit dem Sie die bereits erworbenen Fähigkeiten:

  • Im Unternehmen oder einzelnen Unternehmensbereichen
  • in skalierten Projekten
  • in einzelnen agilen Teams
  • bei Ihren Führungskräften

in fünf Stufen bewerten können.

Bei der Bewertungssystematik greifen wir auf unsere Erfahrung aus dem Coaching einzelner agiler Teams und Führungskräfte, der Einführung und Adaption von Skalierungs-Frameworks und der Begleitung agiler Transformations-Teams zurück. Dabei gehen insbesondere gefundene Lösungen für die spezifischen Herausforderungen in Industrieunternehmen und bei der Entwicklung mechatronischer Produkte ein. Für die Bewertung agiler Führungsfähigkeiten verwenden wir das etablierte und bewährte Modell von Bill Joiner mit den Führungsstilen Expert, Achiever und Catalyst Leader. Dabei profitieren Sie von unseren Erfahrungen mit dem daraus abgeleiteten 360° Assessment.

Die Kompetenzfelder

Um eine umfassende Bewertung aller Erfolgsfaktoren agilen Arbeitens zu ermöglichen, beginnt die Bewertung im Kompetenzfeld 1 mit dem agilen Selbstverständnis, der Verankerung des agilen Mindsets in der Unternehmenskultur. Diese Bewertung erfolgt für das gesamte Unternehmen oder einen Unternehmensbereich entweder durch eine Befragung einer Gruppe repräsentativer Führungskräfte und Mitarbeiter oder durch eine unternehmensweite Umfrage.

Es folgen im Kompetenzfeld 2Agile Ablauforganisation“ die Praktiken für ein erfolgreiches Arbeiten mit Scrum, Kanban und agilen Skalierungs-Frameworks und deren Miteinander mit etablierten Unternehmensprozessen. Diese Bewertung findet vor allem auf Teamebene durch Interviews oder durch Beobachten statt.

Für Unternehmen, die bereits Veränderungen an Ihrer Aufbauorganisation vorgenommen haben oder diese planen, ist das Kompetenzfeld 3Agile Aufbauorganisation“ besonders interessant. Hier geht es um die Veränderung der eigentlichen Organisationsstruktur, die Verankerung von Verantwortung und das HR-Management.

Von zentraler Bedeutung für erfolgreiches agiles Arbeiten ist das Entwickeln eines agilen Führungsstils. Im Kompetenzfeld 4 geht es genau darum. Hier bieten wir den Führungskräften ein 360° Grad Assessment an, um ein Bild aus Eigeneinschätzung und Fremdeinschätzung zu generieren und daraus ganz individuelle Handlungspläne ableiten zu können. Daneben wird eine kurze Bewertung vorgenommen, wie agile Führung in Ihrem Unternehmen verankert ist.

Gute Rahmenbedingungen ermöglichen oder erleichtern agiles Arbeiten. Im Kompetenzfeld 5 bewerten Sie daher die physische Infrastruktur, Ihre IT-Landschaft und auch die Zusammenarbeitsmodelle mit Kunden, Dienstleistern und Lieferanten.

Im Kompetenzfeld 6Agile Transformation“ geht es darum, wie sie die Transformation langfristig steuern und begleiten.

Insgesamt umfasst die Bewertungssystematik also 6 Kompetenzfelder:

  1. Agiles Selbstverständnis
  2. Agile Ablauforganisation
  3. Agile Aufbauorganisation
  4. Agile Führung
  5. Rahmenbedingungen für agiles Arbeiten
  6. Agile Transformation

Diese Kompetenzfelder werden weiter heruntergebrochen in

  • 23 Kompetenzteilfelder
  • 46 Gebiete
  • über 400 Praktiken

Durchführung einer Bewertung

Für die Durchführung einer Fähigkeitsgradbewertung sind verschiedene Optionen denkbar. Zunächst können Sie einzelne Kompetenzfelder oder Kompetenzteilfelder herausnehmen, wenn Ihnen die Bewertung im ersten Schritt zu umfangreich ist oder diese Gebiete für Ihr Unternehmen noch nicht relevant sind. Danach stehen Ihnen drei grundsätzlich Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Sie verwenden das Modell wie es ist und lassen unsere Berater die Bewertung durchführen.
  2. Sie adaptieren das Modell und bilden gemeinsam mit uns ein unternehmensspezifisches Modell ab.
  3. Sie führen die Fähigkeitsbewertung selbst durch, nachdem Sie durch unsere Berater dazu qualifiziert wurden.

Tipps aus der Praxis:

  • Übernehmen Sie das Fähigkeitsgradmodell in den Methodenbaukasten ihres agilen Transformations-Teams. Vielleicht haben Sie bereits ein ähnliches Modell für ihr Lean-Management das sie nun ergänzen.
  • Machen Sie den Teams und Führungskräften ein Angebot. Sie werden sehen, dass engagierte Teams und Führungskräfte als erste von dem Angebot einer Fähigkeitsgradbewertung Gebrauch machen werden, denn Ihr Streben nach Verbesserung ist besonders hoch.
  • „Spread the Word“ und nutzen Sie den entstehenden Abstrahleffekt auf andere Teams und Führungskräfte. So bleiben Sie beim agilen Pull-Prinzip und vermeiden unnötigen Widerstand.
  • Erstellen sie ein Dashboard mit den Kennzahlen des Fähigkeitsgradmodells und verfolgen sie live, wie ihre Organisation agiler wird und Verbesserungsinitiativen wirken.

Ergebnis

Die Ergebnisse der Bewertung werden abschließend differenziert dargestellt. Dabei sind durchaus Vergleiche einzelner Unternehmensbereiche oder Teams miteinander möglich, wenn Sie das möchten. In jedem Fall gilt, die Leistung eines Einzelnen wird nicht bewertet. Wir empfehlen Ihnen aber immer, ihren Betriebsrat frühzeitig in eine Fähigkeitsgradbewertung einzubinden.

Liegt die Standortbestimmung vor, können die nächsten Verbesserungsschritte priorisiert und geplant werden. Auch dabei hilft das Fähigkeitsgradmodell, weil es die zu erreichenden Fähigkeiten klar beschreibt und so auch eine einheitliche Interpretation im Sinne eines Standards im Unternehmen unterstützt.

Ihr Nutzen
  • Sie können den Umfang einer Fähigkeitsgradbewertung individuell auf Ihre Bedürfnisse abstimmen.
  • Sie erhalten eine Standortbestimmung auf Unternehmens-, Team- und Führungskraftebene.
  • Sie können daraus die nächsten Verbesserungsschritte ableiten, priorisieren und planen.
  • Sie profitieren von der Erfahrung unserer Berater mit der Konzeption und im Umgang mit Reife- und Fähigkeitsgradmodellen.
  • Sie profitieren von der Erfahrung unserer Berater aus dem Coaching agiler Teams, agiler Führungskräfte und agiler Transformationsprogramme in der Industrie.