Unser Kunde und das Projekt

Ein mittelständischer Weltmarkt- und Technologieführer eingebettet in einen großen Konzern

Das Unternehmen ist einer der weltweit führenden Komplettanbieter von Systemen zur Qualitätssicherung für die bahnverarbeitenden Industrien. Die Systeme stellen nicht nur gleichbleibend erstklassige Ergebnisse in der Rolle-zu-Rolle-Produktion sicher, sondern tragen auch wesentlich zur Beschleunigung von Prozessen und nachhaltigen Steigerung von Produktivität bei. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass das Unternehmen sowohl mechanische und elektronische Komponenten und Software entwickelt und vermarktet gleichzeitig aber auch ein kundenspezifische Lösungsgeschäft hat.

Produkte: Bahnlaufregelungen, Oberflächeninspektion, Video-Bahnüberwachung, Farbmanagement, Automatisierungslösungen

Umsatz: 150 Mio. €

Mitarbeiter: 1.000

Auftraggeber: CEO

Business Units 2

Projektdauer: 24 Monate

Beratertage: 270

Zwei Business Units - Ein Ziel

Wie ein gemeinsames Verbesserungsprogramm entstand

Wie verändert man eine gewachsene Organisation, ohne sie zu überfordern – aber so konsequent, dass eine echte Wirkung entsteht? Bei unserem Kunden, einem führenden Anbieter von Qualitätssicherungssystemen, begann die Antwort mit einem klaren Ziel: die Produktentstehung über beide Business Units hinweg auf ein neues Leistungsniveau zu heben.

Die Grundlage dafür: zuhören, verstehen, gemeinsam denken. In über 100 persönlichen Interviews mit Mitarbeitenden und Führungskräften aller Bereiche bauten wir Brücken – zwischen Perspektiven, zwischen Abteilungen, zwischen Hierarchieebenen. Wir wollten nicht nur wissen, wie gearbeitet wird, sondern auch warum – und was die Menschen selbst verändern würden, wenn sie könnten.

Parallel begannen wir, die Entwicklungspraxis systematisch zu vermessen: 51 Kompetenzfelder – von der frühen Strategiebestimmung bis zur marktreifen Umsetzung. Welche Praktiken sind wie gut implementiert? Was fehlt? Was kann verbessert werden?

Das war mehr als eine Standortbestimmung – es war der erste Schritt zu einem gemeinsamen Verständnis. Denn nur wer das gleiche Bild vor Augen hat, kann gemeinsam vorangehen. Deshalb stimmten wir zentrale Analyseergebnisse in einem eigenen Validierungsformat mit Schlüsselpersonen beider Business Units ab – nicht, um Konsens um jeden Preis herzustellen, sondern um Klarheit, Verantwortung und Alignment zu schaffen.

Am Ende stand keine Analysepräsentation, sondern ein tragfähiges Verbesserungsprogramm – entwickelt mit den zukünftigen Umsetzungsteams, verankert in konkreten Maßnahmen, hinterlegt mit realistischen Plänen.

Und ein Vorstand, der nicht nur informiert, sondern überzeugt wurde: von der Klarheit des Vorgehens, der Qualität der Ergebnisse – und vom Willen zur Veränderung, der in beiden Business Units spürbar war.

Vom Analyseergebnis zum echten Veränderung

Konsequente Umsetzung der definierten Verbesserungsinitativen

Auf die Diagnose folgte die Umsetzung – konsequent, strukturiert und im Schulterschluss mit den Fachbereichen. Gemeinsam mit unserem Kunden haben wir ein umfassendes Verbesserungsprogramm realisiert, das nicht nur einzelne Stellschrauben drehte, sondern zentrale Bausteine der Produktentstehung neu gestaltete.

Im Zentrum stand zunächst die strategische Ausrichtung: In einem gemeinsamen Prozess wurde die Unternehmensstrategie geschärft – als verbindlicher Rahmen für alle weiteren Veränderungen. Darauf aufbauend haben wir die komplette Aufbauorganisation weiterentwickelt, um klare Verantwortlichkeiten, kurze Entscheidungswege und eine stärkere Kundenorientierung zu verankern.

Ein zentraler Erfolgsfaktor: das neu eingeführte Projektportfoliomanagement. Es sorgt heute für Transparenz, Priorisierung und Ausrichtung aller Projekte an der strategischen Zielsetzung – und ist damit das Rückgrat einer fokussierten Entwicklungsarbeit.

Auch die operative Produktentstehung wurde grundlegend neu gedacht: Gemeinsam mit den Beteiligten haben wir einen neuen End-to-End-Prozess entwickelt und eingeführt – vom Lastenheft bis zur Übergabe in die Serie. Dabei wurden agile Arbeitsweisen eingeführt, wo sie echten Mehrwert stiften: in cross-funktionalen Teams, bei hoher Unsicherheit und dort, wo schnelle Lernerfolge zählen.

Innovation wurde nicht dem Zufall überlassen: Mit einem strukturierten Innovationsmanagement und dem Aufbau einer Vorentwicklung wurde der Freiraum für technologische Exploration und neue Ideen geschaffen – verbunden mit klaren Prozessen, Zuständigkeiten und einem definierten Reifegradmodell.

Das Ergebnis: ein spürbarer Wandel – strategisch fundiert, organisatorisch verankert und kulturell getragen - einfach unumkehrbar gut!

Nutzen

Unser Beitrag zum Unternehmenserfolg – konkret messbar

  • Klar definierte Strategien auf Business-Unit-, Industrie-, Produkt-, Standort- und Funktionsebene als gemeinsame Richtschnur für Entscheidungen.
  • Transparente Technologiebewertung zur gezielten Steuerung des Technologieportfolios und Vermeidung von Ressourcenverschwendung.
  • Strategisch geführte Projektlandschaft durch ein priorisiertes, auf Ziele ausgerichtetes Innovations- und Produktentwicklungsportfolio.
  • Höhere Produktentstehungsqualität durch verbesserte interdisziplinäre Zusammenarbeit und klar definierte Entwicklungsstandards.
  • Markt- und Kundennähe in der Organisation durch eine Aufbaustruktur, die Verantwortung, Reaktionsfähigkeit und Außenfokus stärkt.
  • Klare Rollen, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen, die Zusammenarbeit vereinfachen und Reibungsverluste reduzieren.