Mit CO Improve zur skalierbaren Hightech-Lösung:
Wir führten die Entwicklung einer MEMS-basierten Schlüsselkomponente für inertiale Navigationssysteme – von der Industrie- bis zur Luftfahrtanwendung. Durch hybride Projektmethodik und vorausschauende Steuerung entstanden Tempo, Qualität und regulatorische Sicherheit in einem.
Unser Kunde und der Auftrag
Ein führendes Hightech-Unternehmen für inertiale Navigationssysteme in Luftfahrt, Verteidigung und Industrie
Unser Kunde ist ein international agierendes Unternehmen im Hochtechnologiesektor, das sich auf die Entwicklung und Produktion hochpräziser inertialer Navigationssysteme sowie deren Sensoren spezialisiert hat. Die Systeme des Unternehmens kommen in industriellen Maschinen, militärischen Fahrzeugen sowie in zivilen und militärischen Luftfahrtsystemen zum Einsatz – überall dort, wo höchste Genauigkeit unter schwierigen Umgebungsbedingungen gefordert ist.
Im Rahmen eines strategischen Entwicklungsprogramms haben wir die Projektleitung für die Entwicklung einer neuen Systemkomponente übernommen. Ziel war es, eine zentrale, skalierbare Sensorik zu entwickeln, die als Kernmodul in verschiedenen Produktvarianten des Kunden eingesetzt werden kann – jeweils angepasst an die spezifischen Anforderungen der adressierten Zielmärkte.
Herausforderungen und Lösungsansatz
Herausforderung - Entwicklung einer flexibel einsetzbaren, regulatorisch skalierbaren Kernkomponente.
Die Herausforderung dieses Vorhabens lag in der Neuentwicklung und Realisierung einer Kernkomponente, welche konfigurierbar in verschiedenen Systemen und innerhalb unterschiedlicher regulatorischer Anforderungen zum Einsatz kommt. Dabei sollten die drei Sensorvarianten technologisch möglichst ähnlich aufgebaut werden, um Synergien in Entwicklung, Beschaffung und Fertigung zu generieren.
Die Produktentstehung wurde dafür in drei eigenständige Projekte gegliedert, beginnend mit der industriellen Variante, welche die technologischen Grundlagen abbildet, aber noch keine besonderen regulatorischen Anforderungen einhalten musste.
Ziel war es, über die Entwicklung der drei Varianten hinweg die Komplexität zu steigern und dabei kontinuierliches Lernen sowie sukzessive Verbesserung zu ermöglichen.
Projektverlauf
Wir steuerten die Entwicklung von der Industrie- bis zur Militärvariante mit hybriden Methoden, regulatorischer Absicherung und nahtloser Übergabe.
Den Anfang machte die Entwicklung der industriellen Ausführung. CO Improve übernahm die Projektleitung in der Phase der Serienreifmachung. Parallel zum erfolgreichen Abschluss dieser Variante haben wir die Planung der beiden folgenden Varianten durchgeführt und das Projekt des militärischen Gerätes initiiert.
Die Lessons Learned im Übergang der Projekte waren besonders wertvoll. Im Rahmen grundlegender Architekturüberlegungen konnten Konzepte zur Optimierung von Leistungsfähigkeit, Robustheit und Fertigbarkeit des Sensors erarbeitet werden. Bei der militärischen Variante mussten zudem regulatorische Anforderungen beachtet werden, insbesondere die Einhaltung der NATO-Qualitätsrichtlinien gemäß AQAP. Neben der technischen Weiterentwicklung der Systemkomponente galt es, die internen Prozesse des Kunden so auszurichten, dass sie der geforderten Dokumentationstiefe und Nachweisführung gerecht werden. In der Umsetzungsphase verantworteten wir die übergeordnete Steuerung sowie die technische und organisatorische Koordination.
Ein zentraler Bestandteil unseres Vorgehens war die Einführung einer hybriden Arbeitsweise, die klassische Projektmanagementmethoden mit agilen Elementen kombinierte. Gemeinsam mit dem Projektteam etablierten wir ein flexibles Vorgehensmodell mit iterativen Entwicklungszyklen, regelmäßigen technischen Reviews und cross-funktionalen Abstimmungsformaten. Diese Arbeitsweise erhöhte nicht nur die Transparenz und Reaktionsfähigkeit im Projekt und gegenüber den Stakeholdern, sondern stärkte auch das Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Entwicklungsteams und verbesserte nachhaltig die interdisziplinäre Zusammenarbeit – insbesondere an den Schnittstellen zu Qualität, Einkauf und Fertigung.
Nach Übergang in die Konzeptphase haben wir das Projekt an einen internen Projektleiter übergeben, der uns zuvor mehrere Monate begleitete. Somit wurde eine nahtlose Übergabe sichergestellt.
Ergebnisse und Nutzen
Synergien beschleunigten die Variantenentwicklung und führten zu einer skalierbaren, regulatorisch abgesicherten Lösung.
Die übergreifende Projektsteuerung über drei differenzierte, aber technisch verwandte Entwicklungsvorhaben ermöglichte eine effektive Nutzung von Synergien – sowohl in der Technologie als auch im Projektmanagement.
Mit dem erfolgreichen Abschluss des industriellen Projekts konnte ein marktfähiges Produkt geschaffen werden, das sich bereits erfolgreich im Serieneinsatz befindet. Gleichzeitig wurden technologische, strukturelle und methodische Grundlagen gelegt, die die Umsetzung der militärischen und luftfahrtspezifischen Varianten deutlich beschleunigen.
Das militärische Projekt profitiert dabei von der erprobten Basistechnologie, ergänzt um spezifische Anpassungen und ein qualitätsgesichertes Vorgehen entlang der AQAP-Vorgaben. Die luftfahrtbezogene Produktvariante wurde frühzeitig durchdacht und strategisch so vorbereitet, dass alle regulatorischen Anforderungen sauber adressiert werden können, bevor größere Entwicklungsschritte erfolgen.
Der Kunde profitiert nicht nur von einer technologisch skalierbaren MEMS-Systemkomponente, sondern auch von einer strukturierten, vorausschauenden Vorgehensweise, die Entwicklungsrisiken minimiert und Marktzugänge in sicherheitskritischen Branchen ermöglicht. Durch die Einführung hybrider Arbeitsmethoden konnte zudem die Team-Performance gesteigert und die unternehmensinterne Zusammenarbeit nachhaltig verbessert werden
Fazit
Das Projekt vereinte Technologie, Regulatorik und moderne Methodik zu einer skalierbaren MEMS-Lösung, die drei Märkte erschließt und den Kunden als verlässlichen Anbieter positioniert.
Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich technologisch anspruchsvolle Produktentwicklung, regulatorische Anforderungen und moderne Projektmethodik miteinander vereinen lassen. Durch die Aufteilung in drei gezielte Projekte, die aufeinander aufbauen und dennoch eigenständig steuerbar sind, konnte eine Balance zwischen Geschwindigkeit, Qualität und regulatorischer Absicherung geschaffen werden.
Unsere Rolle als Projektleiter ermöglichte es, diesen Prozess ganzheitlich zu steuern – von der Architektur über die Umsetzung bis hin zur strategischen Weiterentwicklung. Durch punktuelle Beratung in methodischen Fragen konnten darüber hinaus auch Prozesse im Unternehmen nachhaltig gestärkt werden.
Mit der entwickelten MEMS-Komponente und der strukturierten Vorgehensweise ist der Kunde zukünftig in der Lage, drei hochrelevante Märkte mit einem technologisch konsistenten Produktansatz zu bedienen und sich dabei zugleich als verlässlicher, regulierungssicherer Anbieter in Industrie, Verteidigung und Luftfahrt zu positionieren.